Leseprobe Loving an Angel

Tu es nicht. Du wirst es bereuen, wenn du sie fickst. Geh auf Abstand, atme durch und mach dich vom Acker. Nathans innere Stimme redete unentwegt auf ihn ein. Seit er Christine im Fahrstuhl geküsst und dabei einen Flächenbrand in seinem Inneren ausgelöst hatte, war die Stimme so laut und unnachgiebig in seinem Kopf, dass er um ein Haar frustriert geschrien hätte. Natürlich war ihm klar, dass es falsch war und ja, er war ein gottverdammtes Arschloch, doch war sie es nicht gewesen, die ihn dazu aufgefordert hatte? Es war nicht seine Idee gewesen, mit ihr Sex haben zu wollen, sondern er tat ihr damit lediglich einen Gefallen.

Ja, red‘ dir das nur ein. Bist du denn von allen guten Geistern verlassen? Du sollst diese Frau aus dem Leben befördern und nicht ficken. Willst du sie etwa zu Tode vögeln? Vielleicht geht das ja als Unfall durch, höhnte die leise Stimme in ihm.

„Sei still“, zischte Nathan, bemerkte dabei jedoch nicht, dass er es tatsächlich laut ausgesprochen hatte.

„Noch stiller? Das geht kaum“, bekam er prompt von Christine zu hören, die ihn zwinkernd anstrahlte und dabei seinen Brustkorb mit ihren erkundungsfreudigen Fingern erforschte. Zischend zog er die Luft ein, als sie seine Brustwarzen zu reizen begann. „Ahhhhh.“ Er warf den Kopf in den Nacken, um dieses scharfe Gefühl für einen Augenblick lang auszukosten, ehe er sich daran erinnerte, dass er hier der Verführer war. Eigentlich. Normalerweise.

„Du kannst nicht einfach das tun, was man dir sagt, oder?“, knurrte er ungehalten und wirbelte Christine herum, bis sie mit dem Rücken vor ihm stand. Sein harter Körper schmiegte sich an ihren weichen, rundlichen Leib, als gehörte er dahin. Dabei fühlte sie sich so herrlich an, dass sein Schwanz aufgeregt zuckte. „Also gut, wenn du es nicht tust, werde ich dich ausziehen. Allerdings kann ich nicht dafür garantieren, dass dabei nichts zu Schaden kommt.“

„Was? Dann warte bitte. Ich muss ja schließlich noch irgendwie halbwegs angezogen nachhause kommen.“ Christine versuchte, sich in seinen Armen umzudrehen, doch es gelang ihr nicht.

„Zu spät. Hände an die Wand“, wisperte er an ihrem Ohr. Sie bekam eine Gänsehaut, was ihn zum Schmunzeln brachte und tat erwartungsvoll, was er von ihr forderte. Genüsslich leckte er über ihre zarte Haut direkt unter dem Ohr und kostete den leicht salzigen Geschmack, vermengt mit dem leichten Vanillearoma ihres Duschgels. Soooo gut. „Mhm“. Nathan schob beide Hände zu ihrem Bauch, schob ihr Shirt nach oben und glitt sachte in den Bund ihrer Jeans. Nichts als weiche, warme, seidige Haut und er konnte nicht anders – er musste sie haben. Mit Nachdruck machte er sich an ihrer Hose zu schaffen und weder der Knopf, noch der Reißverschluss stellten eine Herausforderung für ihn dar. Sekunden später berührte er den Rand ihres Slips.

Wie niedlich. Christine war keine dieser Ich-Bin-Allzeit-Bereit-Frauen, die in jeder Lebenslage mit den winzigsten Tangas herumliefen. Nein. Christine war definitiv nicht darauf vorbereitet gewesen, heute Vormittag Sex zu haben. Sie trug eine dieser Sieben-Tage-Baumwollhöschen und die Vorstellung, dass sie dies alles nicht geplant hatte, erregte ihn weit mehr, als es ein Tangahöschen vermocht hätte. Seine Hand glitt tiefer, über weiche, kühle Haut, die sich unter seinen schwieligen Fingerspitzen wie Seide anfühlte, bis er ein Nest feuchter Löckchen berührte. Diese Berührung ließ sie beide gleichermaßen aufstöhnen. „Sam“, keuchte sie, „das ist … ohhhh.“ Sie brach ab, als Nathan seine Hand zwischen ihre feuchten Falten schob und dort auf glitschige Nässe traf. „Du willst es sehr, oder?“ Keine Ahnung, was er mit seiner Frage anstrebte, doch er musste es einfach noch einmal hören. Diese Frau war all das, was er nie gewollt hatte und darüber hinaus … gefährlich. Sie war eine Gefahr für seine Methodik, seine Zielstrebigkeit und vor allen Dingen für die konsequente Durchführung seines Plans. Und – auch das war für ihn quasi eine Premiere – es störte ihn gewaltig, sie nicht seinen richtigen Namen sagen zu hören.

„Ja, ich denke schon“, keuchte sie unbeholfen. Ihr leiser Schrei, als er den Finger in ihre Spalte schob und sofort einen zweiten hinterher, ging ihm durch und durch.

„Wie sehr?“ Was tat er da? Wieso fickte er sie nicht einfach? Stattdessen musste er immer und immer wieder hören, wie sehr sie ihn wollte. Vielleicht, weil er austauschbar für sie war? Hätte ein anderer Kerl heute an diesem kleinen Tisch gesessen, wäre sie mit ihm auch in ein Hotel gegangen? Die Vorstellung schmerzte ihn und ließ ihn wütend werden. Doch Wut machte keinen guten Liebhaber, wie er schon aus anderer, bitterer Erfahrung wusste. Wut ließ die Pferde mit einem durchgehen. Man tat in Rage Dinge, die man später bereute, also hatte er seine Gefühle zu zügeln. Oh Gott, war sie nass. Seine Finger badeten in ihrem Saft und der Duft ihrer Erregung schwängerte die Luft. Sofort waren seine Synapsen noch mehr in Aufruhr, schrien ihn förmlich an, sie endlich aufs Bett zu werfen und in sie zu stoßen.

Selbst sein Schwanz, normalerweise sein Verbündeter, schien sich gegen ihn verschworen zu haben. Seine Eier waren so hart, dass es nicht mehr sehr lange dauern konnte, bis der Saft seinen Schaft hochstieg und er abspritzte. In seiner Hose. Fuck. Erst als er sich zwang, daran zu denken, weshalb er Christine überhaupt wahrgenommen hatte, kühlte sich seine fiebrige Erregung etwas ab. Derweil rieb sich dieses wundervolle Geschöpf vor ihm an seiner Hand, während sie sich selbst auf seine Finger spießte. Keuchend feuerte sie ihn an, tiefer zu stoßen und er kam ihrer Bitte nur zu gerne nach.

„Sam, das ist …“, wimmerte sie und warf ihrem Kopf unruhig an seiner Brust hin und her. „Ich will … ahhhh. Ja, genau. So. Mhmmmm.“ Ihre Vagina krampfte sich um seine Finger, molk sie heftig, während Nathan sich vorstellte, es sei sein Schwanz, den sie so bearbeitete. „Oh Gott. Hör auf. Nein, verflucht, nicht aufhören. Ich… ahhh.“ Ihre lauten Geräusche und ihre Zerrissenheit trieben Nathan in ungeahnte Höhen. Stöhnend küsste er ihren Hals und Nacken, biss leicht hinein und freute sich, wie empfänglich sie für seine Berührungen war. Sie war nicht leise, oh nein. Christine tat ziemlich deutlich kund, dass ihr das, was er mit ihr tat, mehr als gut gefiel.

„Ja. Lass es raus. Lass mich hören, dass es dir gefällt. Zeig es mir.“ Dabei hoffte er inständig, nicht mehr diesen falschen Namen hören zu müssen, obwohl er sehr wohl alles andere hören wollte. Er presste seine Hand mit jedem tiefen Stoß fest gegen ihre Scham und genoss ihre Reaktionen in vollen Zügen. „Ich will dich ficken, bis dir Hören und Sehen vergeht“, flüsterte er ihr ins Ohr und schloss erregt die Augen, um ihre lustvollen Laute wie ein Schwamm in sich aufzusaugen. Schon kündigte ein Schwall Feuchtigkeit Christines Orgasmus an, begleitet von einem langgezogenen, gutturalen Laut. Zitternd und bebend kam sie, fest an Nathan gepresst und von seinem starken Körper gehalten.

„Wow“, presste Christine hervor.

Erneut wollte sie sich umdrehen, doch Nathan hatte andere Pläne. „Ich will dich hier, im Stehen. Also bleib, wo du bist“, wies er sie an. Dann zog er die Finger aus ihr heraus und schlang ihr einen Arm um die Taille, während er seine feuchtglänzenden Finger an seinen Mund führte und genüsslich ableckte. Dabei stieg ihm Christines Aroma in die Nase. Wahnsinn. Diese Frau roch fantastisch. Alles was er jetzt noch brauchte, war ein enges Futteral für seinen harten Schwanz und es würde nicht lange dauern …

Ich liebe gute Geschichten und ich liebe es, zu schreiben! Dabei ist mir wichtig, Stimmungen und Gefühle zu erzeugen, euch dem Alltag zu entreißen und eure Gedanken davonzutragen.

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© Leocardia Sommer